A Witch’s Guide to Fake Dating a Demon

Kurzbeschreibung

Mariel soll laut Prophezeiung eine der mächtigsten Hexen werden. Doch statt ihre dunklen Künste zu verfeinern, verbringt sie lieber Zeit im Gewächshaus, umgeben von Herbstblumen. Bis ein missglückter Zauber ihr einen Dämon beschert. Ozroth ist nicht nur höllisch attraktiv, sondern auch ein Seelenjäger. Doch Mariel denkt gar nicht daran, ihm ihre Seele zu geben. Sie weckt stattdessen Gefühle in ihm, die streng verboten sind. Und mit jedem Tag will er weniger ihre Seele … und umso mehr ihr Herz.

Inhaltsangabe

Mariel gilt laut einer alten Vorhersage als eine der mächtigsten Hexen ihrer Zeit. Dumm nur, dass sie mit ihrer eigenen Magie so gar nicht zurechtkommt. Bei einem weiteren Versuch, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bringen, passiert ihr ein folgenschweres Missgeschick: Statt den gewünschten Zauber auszuführen, beschwört sie versehentlich Ozroth, den Unbarmherzigen, einen Dämon mit einer ganz eigenen Vorstellung davon, wie diese Begegnung enden soll.

Ozroth kann erst in seine Welt zurückkehren, wenn Mariel ihm ihre Seele überlässt – und damit auch ihre magischen Fähigkeiten verliert. Für Mariel kommt das selbstverständlich überhaupt nicht infrage. Schließlich hat sie weder vor, ihre Seele aufzugeben, noch ihre Magie zu verlieren.

Damit beginnt eine ungewöhnliche Zwangsgemeinschaft, denn solange Ozroth sein Ziel nicht erreicht hat, ist er an Mariel gebunden. Die beiden müssen also gezwungenermaßen Zeit miteinander verbringen, obwohl ihre Vorstellungen vom Leben und ihre Interessen kaum unterschiedlicher sein könnten. Aus einer missglückten Beschwörung entwickelt sich so eine Geschichte voller magischer Verwicklungen und unerwarteter Erlebnisse.

Persönliche Meinung

Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, war zunächst das Kleinstadtfeeling. Die Geschichte vermittelt eine angenehm gemütliche Atmosphäre, in der man sich schnell zurechtfindet. Auch Mariel fand ich als Protagonistin durchaus interessant. Sie bringt eine ordentliche Portion Humor mit, versucht gleichzeitig aber, den Erwartungen gerecht zu werden, die andere an sie stellen. Dabei werden auch ihre Unsicherheiten sichtbar. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie im Laufe der Handlung noch etwas stärker über sich hinauswächst und eine deutlichere Entwicklung durchmacht.

Mit einigen Aspekten der Geschichte hatte ich dagegen meine Schwierigkeiten. Vor allem die Konflikte zwischen Mariel und ihrer Mutter konnten mich nicht wirklich erreichen. Auch das Bauvorhaben innerhalb der Stadt wirkte auf mich stellenweise etwas konstruiert und nicht ganz organisch in die Handlung eingebunden.

Was mich allerdings zunehmend irritiert hat, war der Umgang mit dem Thema Sex. Für einen Roman, der zunächst eine eher gemütliche Cozy-Atmosphäre vermittelt, fand ich manche Dialoge schlicht unpassend. Aussagen wie „Habt ihr schon gefi**t?“ waren mir persönlich zu derb. Auch die Gespräche zwischen den Freundinnen über beispielsweise die Größe männlicher Geschlechtsteile passten für mich überhaupt nicht zu diesem Setting. Generell wurde mir das Thema viel zu häufig und zu freizügig aufgegriffen.

Am meisten enttäuscht hat mich allerdings die Entwicklung zwischen Mariel und Ozroth. Die Ausgangssituation mit der unfreiwilligen Verbindung zwischen Hexe und Dämon fand ich interessant, doch ihre Beziehung konnte mich emotional nicht wirklich überzeugen. Sie entwickelte sich einfach zu schnell. Statt einer tiefergehenden Entwicklung stand für meinen Geschmack viel zu oft die körperliche Anziehung im Vordergrund.

Dadurch rückten ausgerechnet die Dinge, die mich anfangs angesprochen hatten – das Kleinstadtleben, die Magie und die Geschichte rund um Mariel – immer weiter in den Hintergrund. Besonders in der zweiten Hälfte verlor das Buch für mich dadurch zunehmend seinen Reiz.

Fazit

Eine schöne Grundidee mit gemütlichem Kleinstadtcharme, die mich leider nicht durchgehend überzeugen konnte.

Meine Wertung

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