Black Dagger 28 – ewig geliebt

Kurzbeschreibung

Rhage und Mary sind Geliebte und Seelenverwandte – und sie sind einander auf ewig verbunden: Weil Mary ein Mensch ist, wurde ihre Lebenskraft an Rhages geknüpft, damit sie gemeinsam ein glückliches Leben voller Leidenschaft und Liebe verbringen können. Doch dann wird Rhage in der Schlacht verwundet, und der mächtige Vampir wird plötzlich mit ganz neuen Gefühlen und einer dunklen Zukunft konfrontiert. Wird ihm Mary auf seinem neuen Weg folgen? Denn auch sie verbirgt ein gefährliches Geheimnis …

Inhaltsangabe

Rhage und Mary richten ihren Blick auf Bitty, ein Waisenmädchen, das sie gerne bei sich aufnehmen und adoptieren möchten. Besonders zwischen Rhage und dem Mädchen entwickelt sich schnell eine enge Verbindung. Dabei lernt Bitty nach und nach auch die ungewöhnlichen Seiten des Lebens der Bruderschaft kennen und begegnet unter anderem Rhages innerer Bestie. Als sie schließlich im Anwesen der Bruderschaft aufgenommen wird, verändert sich damit auch ihr bisheriges Leben grundlegend.

Parallel dazu spitzt sich die Situation um Layla und Xcor weiter zu. Laylas Schwangerschaft erreicht ihren dramatischen Höhepunkt, als die Zwillinge unter schwierigen Umständen zur Welt kommen. Die Geburt bringt weitere Gefahren mit sich und insbesondere das Schicksal eines der Kinder sorgt für einen dramatischen Moment. Währenddessen entwickelt sich auch die Beziehung zwischen Layla und Xcor weiter und stellt beide vor neue Herausforderungen.

Auch Assails Geschichte wird fortgeführt. Während er weiterhin für die Bruderschaft innerhalb der Glymera spioniert, stößt er auf einen Blutsklaven und beschließt, ihn zu befreien. Gleichzeitig setzt er sich zunehmend mit seiner eigenen Abhängigkeit auseinander und versucht, sich seiner Sucht zu stellen. Auch seine Verbindung zu Marisol bleibt bestehen und lässt weitere Entwicklungen erwarten.

Eine neue Figur rückt ebenfalls in den Mittelpunkt: die Menschenfrau Jo. Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass sie die Schwester von Manny ist, der bereits durch seine Beziehung zu Payne mit der Welt der Vampire verbunden ist. Damit eröffnet sich ein weiterer Berührungspunkt zwischen der menschlichen Welt und der Bruderschaft und wirft Fragen darüber auf, welche Rolle Jo künftig in diesem Universum spielen könnte.

Darüber hinaus verändern sich die übernatürlichen Machtverhältnisse. Die Jungfrau der Schrift ist nicht länger präsent und es steht die Frage im Raum, wer ihre Nachfolge antreten wird. Gleichzeitig tritt Omega stärker als unmittelbare Bedrohung in Erscheinung und die Auseinandersetzung mit den übernatürlichen Mächten nimmt damit eine neue Richtung.

Zwischen Familiengründung, komplizierten Beziehungen, neuen Figuren und den Veränderungen innerhalb der übernatürlichen Hierarchie werden damit zahlreiche Handlungsstränge weitergeführt und neue Entwicklungen für die kommenden Geschichten vorbereitet.

Persönliche Meinung

Was ich an der Black-Dagger-Reihe besonders liebe, ist, dass die Figuren nicht einfach von einem Band zum nächsten ihre Probleme ablegen. Auch wenn eine Liebesgeschichte ihr Happy End bekommt, bedeutet das eben nicht, dass danach plötzlich alles perfekt ist. J.R. Ward lässt ihre Charaktere weiterleben – mit neuen Sorgen, neuen Herausforderungen und auch mit Problemen, die man nicht einfach mit ein bisschen Vampirkraft aus der Welt schaffen kann.

Genau das zeigt sich hier besonders schön bei Rhage und Mary. Die beiden haben schon einiges miteinander durchgemacht und sind trotz ihrer Unterschiede ein unglaublich eingespieltes Paar. Aber auch eine große Liebe bedeutet eben nicht, dass das gemeinsame Leben immer problemlos funktioniert. Stattdessen müssen sich die beiden mit Sorgen auseinandersetzen, die ihre Beziehung und ihre gemeinsame Zukunft auf eine ganz andere Weise belasten.

Besonders Rhage bekommt in diesem Band eine deutlich andere Seite. Bisher kennt man ihn vor allem als charmanten, etwas leichtsinnigen und selbstbewussten Schönling der Bruderschaft. Hier wird er wesentlich nachdenklicher und muss sich mit Problemen beschäftigen, die sich weder mit Humor noch mit körperlicher Stärke lösen lassen. Dadurch verändert sich auch seine Wahrnehmung – nicht nur für den Leser, sondern auch für Mary.

Mary selbst hat ihren Platz in der Welt der Vampire längst gefunden. Aus der Frau, die zunächst in eine völlig fremde Gesellschaft geraten ist, ist eine selbstbewusste und temperamentvolle Shellan geworden. Sie führt eigentlich das Leben, das sie sich immer gewünscht hat. Umso härter trifft es sie, als sie merkt, dass Rhage etwas beschäftigt, bei dem sie ihm nicht einfach helfen kann.

Was mich dabei besonders berührt hat, ist, wie die beiden versuchen, einander zu schützen. Jeder möchte dem anderen seine Sorgen ersparen und versucht deshalb, bestimmte Gedanken und Ängste für sich zu behalten. Genau dadurch entfernen sie sich jedoch immer weiter voneinander. Es ist keine fehlende Liebe, die zwischen ihnen steht – im Gegenteil. Sie lieben sich so sehr, dass sie versuchen, den anderen vor den eigenen Problemen zu bewahren. Und genau das macht die Situation so schmerzhaft.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie J.R. Ward ganz alltägliche Probleme in diese eigentlich völlig fantastische Welt integriert. Es geht nicht nur um Vampire, Kämpfe und übernatürliche Feinde, sondern plötzlich auch um Dinge wie Zukunftsängste, den Druck des Alltags, die Sorge, dem eigenen Partner nicht zu genügen oder den Wunsch nach einer Familie.

Dadurch fühlen sich die Figuren trotz all des Übernatürlichen erstaunlich menschlich an. Man merkt, dass auch ein Vampirkrieger vor Problemen stehen kann, gegen die weder Waffen noch Stärke etwas ausrichten.

Für mich war das deshalb wieder ein sehr emotionaler Band. Die Geschichte zeigt, dass die größten Herausforderungen einer Beziehung manchmal überhaupt nichts mit äußeren Feinden zu tun haben, sondern direkt zwischen zwei Menschen entstehen können. Und genau diese Mischung aus Spannung, Gefühlen und der Weiterentwicklung der Charaktere hat mich wieder komplett in die Geschichte gezogen.

Fazit

Ich kann mich nur wiederholen. Ich liebe Black Dagger und kann sie nur jedem ans Herz legen.

Meine Wertung

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