Verstümmelte Sexsklaven, Schrecken während der Autopsie eines Kinderschänders, ein Serienmörder, der die Hände seiner Opfer aufbewahrt, fatale Regierungsexperimente und vom Pech verfolgte Pornofilmer – in der Welt von Edward Lee ist die Realität verstörend und erbarmungslos …
Elf neue Geschichten voller Sex und Verstümmelung vom berüchtigten Meister des Extreme Horror.
Inhaltsangabe
Elf Kurzgeschichten von Edward Lee und die erste führt uns in die allseits beliebte Kneipe Crossroads, die man aus anderen Erzählungen kennt und da passieren auch wieder charmante Dinge. Die zweite Geschichte ist die mit dem verstümmelten Sexsklaven. In der nächsten Geschichte gibt es eine kleine blutige Geiselnahme.
Weiter geht es mit „Göttin des neuen dunklen Zeitalters“. Ich muss ehrlich sagen, dass mein Hirn schon wieder gelöscht hat um was es in dieser Geschichte ging. War dann wohl nicht so gut, aber an „Hände“ erinnere ich mich. Wie der Titel erahnen lässt, geht es dort um einen Serienmörder, der Hände sammelt. Darauf folgt eine sehr kurze Geschichte um eine Frau mit einem seltsam Fetisch. Danach widmet sich Herr Lee einer Geschichte zum Tod.
Geschichte Nummer acht ist „Der Zettel“. Da dreht es sich um einen Obdachlosen, der einen Zettel mit einer recht brisanten Information findet. Weiter geht es mit einer recht fragwürdigen Autopsie gefolgt von „Bauchschuss“, welches eine kleinen Cop-Geschichte ist. Die letzte Geschichte heißt „Wünsch dir was“ und ich würde es schon fast als kleine Liebesgeschichte betiteln wollen. Eben nur auf Edward Lee Art.
Persönliche Meinung
Festa Extrem Band 100. Bis hierhin war es eine lange Reise und ich kann sagen, dass ich seit Band 1 mit dabei bin und somit kam ich in den Genuss einige der Geschichten von Edward Lee zu lesen und mittlerweile würde ich ihn auch als meinen Lieblingsautoren bezeichnen und so war es schon schön zu sehen, dass Band 100 eine Kurzgeschichtensammlung von Herrn Lee ist.
So eine Kurzgeschichtensammlung finde ich meistens auch toll,weil sie recht abwechslungsreich sind und der Autor oder die Autorin kommt im besten Fall schnell zum Punkt ohne dass man sich durch belanglose Handlungsstränge hangeln muss beim Lesen. Wenn man da da viele kleine Leseerlebnisse hat, finde ich es auch nicht schlimm, wenn man Geschichten mit dabei sind, die nicht so den Anklang bei mir finden. Höhen und Tiefen sind normal. Die findet man überall. Doch hier muss ich leider sagen, dass die Tiefen überwiegen. So richtig überzeugt hat mich Edward Lee hier nicht.
„Bitte lass mich raus“ ist Geschichte Nummer zwei mit dem verstümmelten Sexsklaven. Hätte der Buchrücken es nicht schon verraten, kommt man da auch recht schnell selber drauf. Sehr vorhersehbare Geschichte, aber immerhin punktet der Sexanteil. Das rettet dann noch ein bisschen. Ansonsten so richtig gefallen haben mir nur zwei Geschichten und zwar „Die natürliche Ordnung“ – das mit der Geiselnahme und „Hände“. Also „Hände“ war richtig verrückt, aber ich mag sowas. Die anderen Geschichten sind ganz nett bis okay. Ich meine bei „Der Tisch“ hätte man mehr rausholen können, denn es fängt so gut an mit der Frau und ihrer recht seltsamen Vorliebe möchte ich es nennen, aber so schnell es da losgeht, ist die Geschichte auch wieder zu Ende. Ich denke da wäre noch mehr drin gewesen. Aber auch die anderen Geschichten sind recht ausbaufähig. Vielleicht bin ich da auch ein bisschen verwöhnt von seinen bisherigen Werken, die ich gelesen habe, aber Lee kann das besser.
Fazit
Festa Extrem Band 100 und Edward Lee – es hätte ein Highlight werden können, aber so verendet es leider nur im Durchschnitt. Man kann es gut lesen und ich hatte nie das Gefühl, dass ich es schlecht finde und abbrechen sollte, aber ich habe doch mehr erwartet.