Black Dagger Legacy 1: Kuss der Dämmerung

Kurzbeschreibung

Die junge Paradise stammt aus bestem Hause – immerhin ist ihr Vater der erste Ratgeber des Vampirkönigs Wrath. Von ihr wird vor allem eines erwartet: eine gute Partie zu machen. Paradise allerdings will kein Leben im goldenen Käfig führen und wagt einen für eine junge Aristokratin skandalösen Schritt: Sie lässt sich von der Bruderschaft der BLACK DAGGER zur Kämpferin ausbilden. Aber das Training und die Vampirbrüder sind knallhart, und ihre neuen Mitschüler feinden sie an. Erst als Paradise dem gefährlich gut aussehenden Craeg begegnet, scheint sich das Blatt zu wenden. Doch Craeg verbirgt mehr als ein Geheimnis ..

Inhaltsangabe

Die Black Dagger Legacy-Reihe verlagert den Fokus erstmals auf eine neue Generation von Vampiren, die sich für das Ausbildungsprogramm der Bruderschaft beworben haben. Nachdem Wrath schon länger den Plan verfolgt, neue Krieger auszubilden, beginnt nun ein gnadenloses Auswahlverfahren, bei dem die Teilnehmer sowohl körperlich als auch mental an ihre Grenzen gebracht werden.

Zu den Anwärtern gehören Paradise und Craeg, die aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammen, aber dasselbe Ziel verfolgen: Sie wollen die Ausbildung bestehen und sich einen Platz unter den zukünftigen Verteidigern ihrer Gesellschaft verdienen. Schnell wird jedoch deutlich, dass Talent allein nicht genügt. Die Prüfungen verlangen den Bewerbern alles ab und zwingen sie dazu, sich ihren Schwächen, Ängsten und Grenzen zu stellen.

Während Paradise und Craeg versuchen, sich im harten Trainingsalltag zu behaupten, werden sie immer wieder mit den Erwartungen ihrer Herkunft, persönlichen Konflikten und den Herausforderungen innerhalb der Gruppe konfrontiert. Freundschaften entstehen, Rivalitäten werden ausgetragen und jeder Fehler kann das Ende ihres Traums bedeuten.

Parallel dazu begleitet die Geschichte bekannte Gesichter aus der ursprünglichen Black-Dagger-Reihe. Unter anderem übernimmt Butch eine wichtige Rolle innerhalb des Ausbildungsprogramms und trägt Verantwortung für die angehenden Rekruten. Gleichzeitig wird er mit einem rätselhaften Todesfall konfrontiert, der seine Aufmerksamkeit fordert und zusätzliche Spannungen erzeugt.

Auch privat steht Butch vor Herausforderungen. Seine Beziehung zu Marissa gerät zunehmend unter Druck, wodurch neben den Ereignissen rund um die Ausbildung und die Ermittlungen auch persönliche Konflikte eine wichtige Rolle spielen.

Zwischen intensivem Training, alten Bekannten, neuen Figuren und gefährlichen Entwicklungen eröffnet die Geschichte einen neuen Blick auf die Welt der Black Dagger und zeigt, wie sich die Gesellschaft auf die nächste Generation von Kämpfern vorbereitet.

Persönliche Meinung

Ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, als ich gehört habe, dass die Black-Dagger-Welt ein Spin-off bekommt. Nach so vielen Bänden hängen einem die alten Figuren schließlich am Herzen und neue Charaktere haben es da nicht leicht. Aber J. R. Ward hat mich auch diesmal wieder überzeugt.

Besonders gut gefallen hat mir die Idee, endlich eine neue Generation von Vampiren in den Mittelpunkt zu stellen. Das Ausbildungsprogramm der Bruderschaft bringt frischen Wind in die Reihe und sorgt dafür, dass man die Welt der Black Dagger aus einem neuen Blickwinkel erlebt. Die Rekruten müssen sich körperlich und mental beweisen, werden von den Brüdern gnadenlos gefordert und lernen schnell, dass nicht jeder für dieses Leben geschaffen ist. Dabei fand ich es besonders spannend, dass erstmals auch Frauen die Chance erhalten, sich für das Training zu qualifizieren.

Die Ausbildungsszenen haben mir richtig Spaß gemacht. Ständig stellt man sich die Frage, wer durchhält und wer scheitert. Bürgerliche treffen auf Aristokraten, Selbstzweifel auf Ehrgeiz und Tradition auf Veränderung. Dadurch entsteht eine Dynamik, die mich schnell gepackt hat.

Natürlich wäre es kein Black-Dagger-Buch ohne die bekannten Gesichter. Besonders gefreut habe ich mich über Butch, Vishous und natürlich Lassiter. Immer wenn diese drei gemeinsam auftauchen, ist Chaos vorprogrammiert. Gerade Lassiter stiehlt für mich nach wie vor jede Szene, in der er vorkommt. Sein Humor lockert die Geschichte immer wieder auf und sorgt für einige der besten Momente des Buches.

Neben dem Ausbildungsprogramm gibt es außerdem einen Ermittlungsstrang rund um einen Mordfall, der der Geschichte eine zusätzliche Ebene verleiht. Gleichzeitig kämpfen Butch und Marissa mit Problemen in ihrer Ehe, wodurch auch die älteren Figuren weiterhin interessante Entwicklungen bekommen.

Auch die Liebesgeschichte unter den jungen Rekruten hat mir gut gefallen. Sie wirkt deutlich jünger als die Romanzen der ursprünglichen Reihe, passt aber genau deshalb gut zu den Figuren und ihrer Lebenssituation.

Was mich an dem Buch besonders begeistert hat, ist die Mischung aus Alt und Neu. Es fühlt sich eindeutig nach Black Dagger an, bringt aber gleichzeitig genügend neue Ideen mit, um sich frisch und eigenständig anzufühlen. Der typische Schreibstil von J. R. Ward, ihr Humor, die Emotionen und die vielen miteinander verwobenen Handlungsstränge funktionieren auch hier wieder hervorragend.

Fazit

Für mich ein gelungener Start in die Legacy-Reihe. Frische Figuren, ein spannendes Ausbildungskonzept und viele Wiedersehen mit alten Lieblingen machen das Buch zu einer tollen Ergänzung des Black-Dagger-Universums. Wer die Hauptreihe liebt, sollte sich dieses Spin-off auf keinen Fall entgehen lassen – allerdings unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.

Meine Wertung