Die Bruderschaft der Black Dagger – Führer

Kurzbeschreibung

Regelmäßig erobern J. R. Wards leidenschaftliche Vampirkrieger die Herzen der Leserinnen im Sturm und belegen auf den nationalen und internationalen Bestsellerlisten die vordersten Plätze. In „Die Bruderschaft der BLACK DAGGER” gewährt die Autorin ihren Fans einen exklusiven Blick hinter die Kulissen und beweist mit einer atemberaubenden Bonusgeschichte wieder einmal, dass BLACK DAGGER süchtig macht!

Inhaltsangabe

Dieses Begleitbuch ist eine umfangreiche Ergänzung zur Welt der Black Dagger und richtet sich vor allem an Leser, die noch tiefer in das Universum der Bruderschaft eintauchen möchten. Neben zusätzlichen Informationen, Hintergrundwissen und humorvollen Einblicken enthält der Band auch eine neue Geschichte über Zsadist und Bella.

In der Novelle „Vater, mein Vater“ geht es um die Zeit nach der Geburt ihrer Tochter Nalla. Obwohl Zsadist und Bella ihr gemeinsames Glück gefunden haben, bedeutet die Geburt ihres Kindes keineswegs, dass plötzlich alle Probleme verschwunden sind. Vor allem Zsadist wird erneut von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine tief sitzenden Ängste und sein Gefühl, durch das Erlebte beschädigt und „unrein“ zu sein, beeinflussen auch seine Rolle als Vater. Die Geschichte zeigt, wie schwer es ihm fällt, sich selbst als den Vater zu sehen, den seine Tochter verdient, und wie diese Unsicherheiten die Beziehung zu Bella belasten. Dadurch erhält die Geschichte des Paares noch einmal zusätzliche emotionale Tiefe und führt ihr vermeintliches Happy End ein Stück weiter.

Darüber hinaus bietet das Buch zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen der Reihe. Die einzelnen Krieger werden in persönlichen Steckbriefen vorgestellt und beantworten Fragen, die teilweise überraschende und ausgesprochen humorvolle Antworten hervorbringen. Auch die Entstehung der Black-Dagger-Reihe wird näher beleuchtet: J. R. Ward erzählt von ihren Ideen, der Entwicklung der Figuren und davon, wie sie das Konzept der Bruderschaft ursprünglich präsentierte. Ergänzt wird dieser Bereich durch Informationen zu den Regeln und Besonderheiten der von ihr erschaffenen Welt.

Fans dürfen sich außerdem auf entfallene Szenen freuen, die ursprünglich für die Romane vorgesehen waren, letztlich jedoch keinen Platz in den veröffentlichten Büchern fanden. Daneben gibt die Autorin Einblicke in ihre Arbeit und teilt Erfahrungen und Tipps rund um das Schreiben.

Abgerundet wird das Begleitbuch durch zusätzliches Hintergrundmaterial, darunter eine chronologische Zeittafel, die von Darius im Jahr 1618 bis zur Geburt Nallas im Jahr 2007 reicht. Auch die Alte Sprache der Black-Dagger-Welt wird näher vorgestellt.

Persönliche Meinung

Das Begleitbuch beginnt mit einer zusätzlichen Geschichte über Zsadist und Bella, die sich mit ihrem neuen Leben als Eltern auseinandersetzen müssen. Gerade Zsadist hat nach der Geburt seiner Tochter mit seiner Vergangenheit und den damit verbundenen Ängsten zu kämpfen. Emotional funktioniert die Novelle sehr gut und bietet all das, was ich an den beiden Figuren liebe: intensive Gefühle, Schmerz und berührende Momente. Gleichzeitig wurde mir beim Lesen aber überraschend deutlich, wie wichtig die parallelen Handlungsstränge der regulären Black-Dagger-Romane eigentlich sind. Oft wünsche ich mir dort mehr Zeit für die Liebesgeschichte, doch ohne die Gefahren, Konflikte und anderen Figuren fehlte mir hier tatsächlich etwas von der gewohnten Dynamik.

Der restliche Band bietet dafür eine bunte Mischung aus zusätzlichen Einblicken in die Welt der Bruderschaft. Man erfährt mehr über den Alltag der Brüder und ihrer Shellans, bekommt weitere kleine Geschichten zu lesen und darf sich über zahlreiche humorvolle Momente freuen. Besonders unterhaltsam fand ich die Auszüge aus den Internetforen, in denen J. R. Ward in die Rollen ihrer Figuren schlüpft. Die daraus entstehenden Gespräche sind teilweise herrlich chaotisch und zeigen die Brüder noch einmal von einer ganz anderen Seite. Auch die Vorstellung, dass Ward selbst ihre Figuren interviewt und ihnen innerhalb ihrer eigenen Welt begegnet, ist ungewöhnlich, aber durchaus charmant.

Neben den humorvollen Rückblicken auf Szenen aus den ersten sechs Büchern gibt es außerdem Hinweise auf Figuren und Entwicklungen, die für die kommenden Bände eine Rolle spielen. Für Fans der Reihe ist das natürlich besonders interessant, weil man dadurch zusätzliche Details und kleine Hintergrundinformationen erhält.

Mein persönliches Highlight waren allerdings die Einblicke in J. R. Wards Arbeit als Autorin. Sie spricht erstaunlich offen über ihren beruflichen Weg, Rückschläge, Selbstzweifel und darüber, wie viel Arbeit tatsächlich hinter dem Erfolg der Reihe steckt. Dabei beschönigt sie ihren Werdegang keineswegs. Gerade diese Ehrlichkeit fand ich ausgesprochen sympathisch und inspirierend.

Besonders spannend sind die konkreten Beispiele aus ihrer Arbeit. Ward zeigt unter anderem, wie sie ihre Geschichte plante, ihr Konzept aufbaute und welche Unterlagen sie für die Präsentation ihres ersten Buches erstellte. Dadurch bekommt man einen seltenen Blick hinter die Kulissen des Schreibens und Veröffentlichens. Gerade für Menschen, die selbst schreiben, bietet dieser Teil einige interessante Gedanken und Anregungen. Ihre Worte über Durchhaltevermögen, Selbstzweifel und den Mut, trotz Rückschlägen weiterzumachen, fand ich besonders motivierend.

Fazit

Dieses Begleitbuch ist damit weit mehr als eine reine Sammlung zusätzlicher Informationen zur Black-Dagger-Reihe. Es verbindet eine emotionale Novelle, Humor und Fanservice mit persönlichen Einblicken in die Arbeit einer erfolgreichen Autorin. J. R. Ward wirkt dabei kreativ, leidenschaftlich und gleichzeitig angenehm offen über die Schwierigkeiten ihres eigenen Weges. Für Fans der Bruderschaft ist der Band eine spannende Ergänzung – und für Schreibende möglicherweise sogar eine kleine Quelle neuer Motivation.

Meine Wertung

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