Das Achte Opfer

Das Achte Opfer

Kurzbeschreibung

»Du bist ein Psycho.«
»Nein, bin ich nicht. Ich bin ein Produkt meines Umfelds. Alle, die hier sitzen, haben mich dazu gemacht.«

Was gibt es Schlimmeres als Mitschüler, die einen unentwegt mobben? Wenn sie einen jeden Tag quälen, um zu sehen, wie lange man durchhält.
Geht man ihnen aus dem Weg und weint sich in den Schlaf, weil man das Leid nicht mehr ertragen kann? Oder stellt man sich ihnen entgegen? Dreht den Spieß um? Wehrt sich gegen ihre Grausamkeit?
Und gibt der Klasse eine ganz besondere Lektion!

Inhaltsangabe

Jemand hat sie Schnauze voll vom Mobbing und heute ist Tag X – er wird sich an den Tyrannen rächen und will sich jeden der Mobber vornehmen und sie für ihre Taten bestrafen. Deswegen nimmt er seine Lehrerin Mrs. Price und die gesamte Klasse als Geiseln. Bedroht sie mit einer Waffe, demütigt sie, hält ihnen ihre Taten vor und es eskaliert ein wenig.

Persönliche Meinung

Das Achte Opfer war nun nicht so berauschend. Ich finde die Geschichte ist sehr dünn. Inhaltlich kommt da nicht viel. Das Buch umfasst auch nur knapp 100 Seiten und das Einzige was hier extrem ist, ist der Preis. Unabhängig von der Qualität der Geschichte, aber 12 € für dünnes Büchlein finde ich überzogen. Da hat der Festa Verlag in der Vergangenheit sinniger gehandelt und zwei dünne Bücher zu einem zusammengefasst. Aber nun denn…

Weiterhin frage ich mich, warum diese Geschichte in der Extrem Reihe gelandet ist. Extrem ist hier leider gar nicht. Es passieren zwar schlimme Dinge, aber die sind eben nicht so dermaßen überzogen oder übertrieben dargestellt, dass sie den Stempel extrem verdient hätten. Matt Shaw ist zwar mit seinen anderen Geschichten in der Festa Extrem Reihe vertreten und da auch zurecht, aber deswegen qualifiziert sich nicht jeder seiner Geschichten dafür.

Ich wollte es eigentlich nicht thematisieren, weil es unnötig ist, aber was hat Matt Shaw immer mit schwul sein. Ist mir auch schon in anderen seiner Geschichten aufgefallen, dass er immer wieder den Fokus dahin rückt. Hier auch als Aufhänger, dass die eine Figur namens David gemobbt wird, weil er schwul ist. Ist gut habe ich verstanden, aber Junge Matt Shaw reitet immer wieder drauf rum, dass David schwul ist. Ich habe es doch gelesen und verstanden. Fang doch nicht immer wieder von an. Ich fands irgendwann nervig, weil seine Sexualität ist doch vollkommen egal. Er wird deswegen gemobbt – das ist der viel schlimmere Kern und Auslöser für die Geschehnisse. Ich glaube es hätte mir besser gefallen, hätte man sich mehr auf das Mobbing und dessen Folgen konzentriert.

Anfangs bei dem Titel und dem doch recht schönem Cover dachte ich, dass die Geschichte so verläuft, dass es ein Amoklauf wird wie man immer von zu hören bekommt. Doch es kommt anders. Aus seiner Sichtweise will er nur die Mobber strafen und Genugtuung für die Gemobbten finden, die Anderen verschont er schon eher. Ich fand den Kniff auch zum Ende der Geschichte hin ganz schön und das rettet „Das Achte Opfer“ auch vor dem Totalausfall.

Fazit

Was ich dem Buch lasse, es liest sich schon schnell weg. Auch das es sich dem Thema Mobbing widmet und das wir uns da alle einig sein sollten, dass es absoluter Mist ist und man drüber nachdenken sollte, welche Konsequenzen es haben kann. Ansonsten fehlplatziert in der Extrem Reihe und dazu der fade Beigeschmack von dem hohen Preis.

Meine Wertung

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