»Du bist kein Mensch.«
Mit diesen Worten zerbricht Laras Welt.
Plötzlich scheint alles, was sie über sich selbst zu wissen glaubte, eine Lüge zu sein. Auf der Suche nach
Antworten lässt sie ihr bisheriges Leben hinter sich und zieht allein durch die Wildnis.
Dort begegnet sie dem jungen Krieger Kian Varell, der mehr über Lara zu wissen scheint, als sie selbst.
Durch ihn erfährt sie, dass das sagenumwobene Volk der Adriachen tatsächlich existiert – und plötzlich
eröffnet sich vor ihr eine Welt voller Magie, fantastischer Wesen und neuer Gefahren.
Doch als wäre diese Wahrheit nicht schon überwältigend genug, entdeckt Lara, dass eine uralte Entität in ihr
schlummert. Eine Macht, die sie ungefragt an die Front eines weltenübergreifenden Konflikts katapultiert.
Ihre Geschichte handelt von Magie und Macht, Freundschaft und Verlust – und darüber, dass selbst die
richtigen Entscheidungen verheerende Konsequenzen mit sich bringen können.
Mit Die Adriachen – Die Trägerin ist der Auftakt einer neuen High-Fantasy-Reihe frisch im Selfpublishing erschienen. Wir begleiten Lara, deren Leben alles andere als einfach ist. Sie unterscheidet sich von den Menschen in ihrem Umfeld, und das nicht nur, weil sich die Farbe ihrer Augen verändern.
Die Welt befindet sich in einer Art Endzeitstimmung, in der unterschiedliche Völker leben, unter anderem: die Menschen und die Adriachen. Dieses Volk lebt eher unerkannt neben den Menschen und hält sich weitestgehend von ihnen fern. Als Lara dem Adriachenkrieger Kian begegnet, gerät ihr bisheriges Weltbild zunehmend ins Wanken. Sie muss dabei erkennen, dass auch sie selbst längst nicht so menschlich ist, wie sie immer dachte.
Hier steckt unglaublich viel Potenzial drin! Schon in diesem ersten Band merkt man, wie viel Arbeit in die Welt und ihre Gestaltung geflossen ist. Das Worldbuilding nimmt dabei großen Raum ein und steckt voller Details, die diese fremde Welt nach und nach lebendig werden lassen.
Die Handlung entwickelt sich eher langsam. Man sollte also bereit sein, sich Zeit zu nehmen und gemeinsam mit Lara in diese Welt einzutauchen. Wer sich darauf einlässt, kann die vielen Details entdecken und die unterschiedlichen Facetten der Geschichte kennenlernen. Für mich ist das eine Fantasy, die sich Zeit nimmt, ihr Fundament aufzubauen, statt direkt von einem Ereignis zum nächsten zu hetzen.
Mein persönliches Highlight war definitiv Kian! Seine Art, sein Wesen und vor allem seine Ausdrucksweise haben mir richtig gut gefallen. Mit Lara hatte ich dagegen zu Beginn ein paar Schwierigkeiten. Ich bin mit ihr nicht sofort warm geworden, aber ungefähr ab der Mitte konnte sie mich schließlich doch noch für sich gewinnen.
Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt und welche Geheimnisse rund um Lara und die Adriachen noch ans Licht kommen.
Ein vielversprechender Auftakt mit einer detailreichen Welt und jeder Menge Potenzial. Definitiv einen genaueren Blick wert.