Black Dagger 30 – der Verstoßene

Kurzbeschreibung

Die Liebe zwischen der Auserwählten Layla und dem Verräter Xcor droht die Bruderschaft der Black Dagger zu spalten. Doch selbst wenn es einen Weg für die beiden geben könnte – der Preis dafür ist zu hoch. Denn als ein uralter und gefährlicher Feind nach Caldwell zurückkehrt und ein neuer Feind aus den Schatten tritt, ist nichts mehr sicher in der Welt der Vampire. Nicht einmal mehr wahre Liebe … oder Schicksale, die einst in Stein gemeißelt schienen.

Inhaltsangabe

Für Layla und Xcor wird die gemeinsame Zeit immer kostbarer. Zwar konnten sie sich einander annähern, doch ihre Zukunft steht weiterhin unter keinem guten Stern. Sobald Xcor seine Bande wieder vereint hat, wartet auf ihn die Rückkehr ins Alte Land. Damit ist klar, dass ihre Beziehung von Anfang an von einer bevorstehenden Trennung überschattet wird. Gleichzeitig sorgt der anhaltende Konflikt mit Qhuinn dafür, dass Layla ihre Zeit mit den Zwillingen nicht unbeschwert genießen kann. Zwischen ihren persönlichen Gefühlen und den Verpflichtungen gegenüber ihrer Familie gerät sie zunehmend in einen schwierigen Balanceakt.

Auch zwischen Blay und Qhuinn herrscht weiterhin Eiszeit. Der Streit der beiden hat tiefe Spuren hinterlassen, und keiner von ihnen ist bereit, die verletzenden Worte des anderen einfach zu vergessen. Obwohl ihre gemeinsame Vergangenheit und ihre Gefühle füreinander weiterhin eine Rolle spielen, scheint eine Versöhnung zunächst in weiter Ferne zu liegen. Die ungeklärten Konflikte belasten nicht nur ihre Beziehung zueinander, sondern wirken sich auch auf ihr Umfeld aus.

Währenddessen beginnt auch bei V und Jane eine schwierige Phase. V zweifelt zunehmend daran, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat, und stellt seine bisherigen Entscheidungen infrage. Dabei entsteht der Eindruck, dass er ernsthaft darüber nachdenkt, Jane aufzugeben, anstatt weiter an ihrer gemeinsamen Zukunft festzuhalten.

Zusätzlich steht eine überraschende Veränderung innerhalb der Gemeinschaft bevor: Eine Person aus dem Kreis der bekannten Figuren wird zur Gottheit erhoben. Diese Entwicklung bringt eine neue Ebene in die ohnehin von Konflikten, Beziehungen und persönlichen Entscheidungen geprägte Handlung und verändert die Stellung dieser Figur innerhalb der Gruppe, auch wenn noch kaum jemand davon weiß.

Persönliche Meinung

Ich habe Xcors und Laylas Geschichte wirklich herbeigesehnt und war sehr gespannt, wie sich die ganze Sache mit dem Verrat und dem Mordanschlag entwickeln würde. Layla hat sich für mich inzwischen zu einer richtig starken Frau entwickelt, die für die Menschen, die sie liebt, kämpft wie eine Löwin. Gerade ihre Entwicklung gefällt mir unglaublich gut. Ihre Auseinandersetzung mit Tohr war dabei wirklich eine Hausnummer. Ich fand es fast schon todesmutig, wie sie mit ihm umgegangen ist. Trotzdem konnte ich bei allem Verständnis für Layla auch ein bisschen mit Blick auf Wellsie mitfühlen.

Xcor gefällt mir weiterhin richtig gut, auch wenn er mir stellenweise fast ein wenig zu schnell weich geworden ist. Dafür sorgen gerade seine Szenen mit Layla immer wieder für herrliche Momente. Auch sein Umgang mit den Zwillingen Lyric und Rhamp hat mich mehrfach grinsen lassen. Ich mag seine Bande inzwischen wirklich gerne und hoffe sehr, dass wir von ihnen noch deutlich mehr zu lesen bekommen.

Die neue Jungfrau der Schrift war für mich eine der größten Überraschungen des Bandes. Dazu möchte ich gar nicht viel sagen, denn diese Enthüllung sollte man wirklich selbst erleben. Mit dieser Person hätte ich absolut nicht gerechnet, bin mit der Wahl aber mehr als zufrieden und glaube, dass die Zukunft damit in guten Händen liegt.

Auch bei den anderen Charakteren passiert wieder einiges. Um Assail mache ich mir inzwischen wirklich Sorgen, während ich bei Vishous einfach nur mitleiden konnte. Der Arme ist emotional völlig durcheinander, und ich konnte seine Reaktionen teilweise sehr gut nachvollziehen. Trez hat mich dagegen wieder richtig zum Schwärmen gebracht und ich bin unglaublich gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Der Kampf in der Lagerhalle war dann noch einmal ein richtiges Highlight. Spannend, actionreich und gleichzeitig emotional. Besonders die Mischung aus ernsten Momenten und dem teilweise herrlichen Schlagabtausch zwischen den Charakteren hat mir gefallen.

Throe entwickelt sich dagegen immer mehr zu jemandem, der mir wirklich Angst macht. Ich hätte nie gedacht, dass er sich einmal so entwickeln würde, und inzwischen bin ich ehrlich gesagt ziemlich gespannt, was da noch auf uns zukommt.

Nur das Ende war mir persönlich etwas zu Friede-Freude-Eierkuchen. Ich liebe Happy Ends, aber hier wurde für meinen Geschmack doch ein bisschen zu sehr auf die Gefühlsdrüse gedrückt. Trotzdem kann ich damit gut leben.

Fazit

Wieder ein starker Black-Dagger-Band mit vielen emotionalen Momenten, spannenden Wendungen und Charakterentwicklungen, die Lust auf die nächsten Bücher machen.

Meine Wertung

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