Hockey & Love – Wenn der Puck trifft

Kurzbeschreibung

Daniel
Die Olympischen Spiele sind meine Chance, mein Team als Kapitän zu Gold zu führen.
Alles läuft nach Plan – bis Nico Hovenberg nachnominiert wird.
Nico ist nicht nur stolz, verschlossen und arrogant – er geht mir auch viel tiefer unter die Haut, als er sollte.
Also mache ich ihm ein Angebot, das alles einfacher machen soll.
Doch je näher ich ihm komme, desto klarer wird: Nicht Gold ist mein größtes Risiko. Sondern Nico.

Nico
Die Spiele sind meine letzte Hoffnung, einem Leben zu entkommen, das meine Eltern längst für mich geplant haben. Einem Leben voller Erwartungen, Pflichten und einer Lüge, die ich schon viel zu lange mit mir herumtrage.
Eigentlich müsste ich erleichtert sein. Wäre da nicht Daniel Miller.
NHL-Star. Goldjunge des terengischen Eishockeys. Und ausgerechnet der Mann, der mein sorgfältig kontrolliertes Leben ins Wanken bringt.
Denn zwischen den Hovenbergs und den Millers herrscht seit Jahrhunderten Feindschaft.
Und Daniel ist der Letzte, dem ich mein Geheimnis anvertrauen darf – und der Einzige, bei dem ich es nicht länger verstecken kann.

Inhaltsangabe

Nico und Daniel verbindet eine Feindschaft, die weit über ihre persönliche Beziehung hinausgeht. Ihre Familien sind seit Generationen verfeindet, weshalb bereits eine Freundschaft zwischen den beiden als Verrat gelten würde. Dass sich ausgerechnet zwischen ihnen Gefühle entwickeln, stellt damit nicht nur ihre eigenen Vorstellungen, sondern auch die Regeln ihrer Familien auf die Probe.

Nico gehört zum Eishockeyteam, das sich auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen vorbereitet. Nach außen präsentiert er sich selbstbewusst, arrogant und schwer durchschaubar. Hinter dieser Fassade sieht es jedoch ganz anders aus. Er wird von Unsicherheiten, unerfüllten Wünschen und der Angst begleitet, seine Verletzlichkeit zu zeigen. Besonders seine Sexualität hält er geheim, da er befürchtet, dass Daniel davon erfahren und ihn dafür verurteilen könnte.

Ausgerechnet Daniel beginnt jedoch, immer wieder hinter Nicos Fassade zu blicken. Die Begegnungen der beiden werden zunehmend persönlicher und bringen Gefühle zum Vorschein, die Nico selbst kaum einordnen kann. Als Daniel ihn schließlich küsst, gerät Nico zusätzlich ins Wanken, denn eigentlich scheint Daniel eine Freundin zu haben.

Auch Daniel trägt seine eigenen Erfahrungen und Konflikte mit sich herum. Im Gegensatz zu Nico geht er jedoch offener mit seinen Gefühlen um und schafft es dadurch schneller, sich von einigen Belastungen seiner Vergangenheit zu lösen. Gleichzeitig wächst sein Interesse an Nico, dessen zurückhaltende und verletzliche Seite ihn zunehmend fasziniert.

Je näher die beiden sich kommen, desto schwieriger wird es, ihre Gefühle voneinander und von ihrer Umwelt zu verbergen. Zwischen der alten Familienfehde, Nicos Angst vor Ablehnung und Daniels wachsender Zuneigung entsteht eine Beziehung, die für beide mit erheblichen Konsequenzen verbunden sein könnte.

Während die beiden versuchen herauszufinden, was sie füreinander empfinden und welchen Platz diese Gefühle in ihrem Leben haben können, müssen sie sich nicht nur ihrer gemeinsamen Vergangenheit, sondern auch den Erwartungen ihrer Familien und ihrer eigenen Ängste stellen.

Persönliche Meinung

Ich bin mit ziemlich klaren Erwartungen an die Geschichte herangegangen: verfeindete Familien, zwei Männer, die sich eigentlich nicht einmal näherkommen dürften, und daraus entwickelt sich langsam eine verbotene Liebesgeschichte. Gerade diese Ausgangslage hätte für mich unglaublich viel Potenzial für Spannung, Konflikte und vor allem emotionale Tiefe gehabt.

Leider hat die Geschichte dieses Potenzial für mich nicht wirklich ausgeschöpft. Gerade die Dynamik zwischen Nico und Daniel hat mich dabei immer wieder irritiert. Zu Beginn wirken beide noch wie selbstbewusste, erwachsene Männer mit einer gewissen Härte und ihren eigenen Ecken und Kanten. Im weiteren Verlauf verändert sich dieses Bild allerdings teilweise so stark, dass ich irgendwann nicht mehr wusste, wie ich die beiden eigentlich einordnen soll. Eben noch die großen, muskulösen Eishockeyspieler und im nächsten Moment wirken sie plötzlich wie zwei unsichere Teenager. Dieser Wechsel war für mich einfach nicht besonders stimmig.

Auch emotional hätte ich mir wesentlich mehr gewünscht. Nico trägt so viele Unsicherheiten und Ängste mit sich herum und gerade seine Angst davor, dass seine Sexualität bekannt werden könnte, hätte meiner Meinung nach viel stärker herausgearbeitet werden können. Stattdessen blieb vieles für mich an der Oberfläche. Dabei hätte gerade die jahrhundertealte Feindschaft ihrer Familien so viel Konfliktpotenzial geboten.

Einen sehr großen Raum nehmen dagegen die Spicy-Szenen ein. Die sind wirklich ausführlich und detailliert beschrieben und werden immer wieder sehr prominent in die Handlung eingebaut. Mir war das letztlich einfach zu viel, weil dadurch genau das in den Hintergrund gerückt ist, worauf ich eigentlich gehofft hatte: die Entwicklung der Beziehung. Die körperliche Anziehung zwischen den beiden ist zwar deutlich vorhanden, aber ich hätte gerne viel mehr davon gesehen, wie daraus Vertrauen, echte Nähe und schließlich Liebe entsteht.

Auch bei den Charakteren fehlte mir leider etwas, das sie unverwechselbar macht. Ich hatte häufig das Gefühl, dass sich ihre Eigenschaften je nach Situation verändern. Dadurch wurden sie für mich nicht so greifbar, wie ich es mir gewünscht hätte.

Und genau das finde ich eigentlich besonders schade, denn die Grundidee hätte richtig gut werden können. Zwei Männer aus verfeindeten Familien, die sich trotz aller Hindernisse ineinander verlieben, dazu die gemeinsame Zeit im Eishockeyteam und die persönlichen Ängste, die beide mitbringen – daraus hätte man eine richtig intensive Geschichte machen können.

Fazit

Für mich blieb am Ende leider vor allem eine sehr körperlich ausgerichtete Romance übrig, während die emotionale Geschichte dahinter deutlich zu kurz kam.

Meine Wertung

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