Die Fake-Ehe des milliardenschweren Cowboys

Kurzbeschreibung

Cowboy Wade McCoy hätte im Traum nicht gedacht, dass sein kürzlich verstorbener, milliardenschwerer Großvater sein Erbe an eine solche Bedingung knüpfen würde: er muss heiraten, wenn er die weitläufige McCoy-Ranch behalten will, die sie gleichermaßen geliebt und gemeinsam aufgebaut haben. Das Testament verlangt, dass Wade innerhalb von drei Monaten heiratet und anschließend mindestens drei weitere Monate verheiratet bleibt oder er und seine Brüder verlieren alles.

Er ist nicht gerade angetan von dieser Vorstellung, doch sein Großvater kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er es nicht zulassen würde, die geliebte Ranch zu verlieren und dass er Herausforderungen aufgeschlossen gegenübersteht. Sein Großvater hatte ihn in der Hand und das hatte er gewusst. Nun muss er nur noch jemanden finden, der in dieses verrückte Vorhaben einwilligt.

Allie Jordon ist verzweifelt. Sie ist vom Unglück verfolgt und nachdem sie alles verloren hat, auch ihren liebevollen Vater, muss sie dringend Geld auftreiben, um ihrer Mutter die bestmögliche Pflege zu ermöglichen oder es kann passieren, dass sie auch sie verliert.

Als sie zufällig in der der Raststätte, in der sie kellnert, einen einsam aussehenden Cowboy kennenlernt, könnte dies alles verändern… wenn sie einem völlig abwegig klingenden Vorschlag zustimmt, könnte sich diese Begegnung als das Wunder herausstellen, für das sie gebetet hat.

Inhaltsangabe

Wade hat sein gesamtes Leben auf der Ranch seines Großvaters verbracht. Nachdem seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, wurden er und seine Brüder von ihrem Großvater großgezogen. Während seine Geschwister irgendwann eigene Wege einschlugen, blieb Wade auf der Ranch, arbeitete Seite an Seite mit dem Mann, den er bewunderte, und bereitete sich darauf vor, eines Tages dessen Lebenswerk zu übernehmen.

Umso größer ist sein Schock, als er nach dem Tod seines Großvaters erfährt, dass das Erbe an eine ungewöhnliche Bedingung geknüpft ist: Innerhalb weniger Monate muss er heiraten und die Ehe für eine festgelegte Zeit aufrechterhalten. Für Wade fühlt sich diese Forderung wie ein Vertrauensbruch an. Er kann nicht verstehen, warum ausgerechnet sein Großvater ihm eine solche Aufgabe hinterlassen hat.

Die Zeit vergeht, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Erst wenige Tage vor Ablauf der Frist begegnet er zufällig Allie in einer Raststätte. Die junge Frau arbeitet dort als Kellnerin und bemerkt sofort, dass mit ihrem Gast etwas nicht stimmt. Aus einem kurzen Gespräch entwickelt sich eine unerwartete Vertrautheit, und schon bald erfährt sie von Wades aussichtsloser Lage.

Doch auch Allie kämpft mit eigenen Problemen. Vor kurzem verlor sie ihren Vater bei einem Verkehrsunfall. Ihre Mutter überlebte zwar, liegt seitdem jedoch im Koma und benötigt eine kostspielige medizinische Behandlung. Gleichzeitig wurde Allie von ihrem ehemaligen Partner enttäuscht, der ihr Erspartes mitnahm, bevor er verschwand. Als wäre das nicht genug, verlor sie auch noch ihren Blumenladen. Um die Rechnungen bezahlen und die Hoffnung auf eine Genesung ihrer Mutter aufrechterhalten zu können, arbeitet sie unermüdlich.

Als Wade ihr von den Bedingungen des Erbes erzählt, erkennt Allie darin eine Möglichkeit, ihre finanziellen Sorgen zu lindern. Eine Ehe auf Zeit könnte beiden helfen: Wade würde die Ranch retten und Allie hätte die Chance, die Behandlung ihrer Mutter zu finanzieren.

Was als rein praktische Vereinbarung beginnt, verändert jedoch nach und nach das Leben beider. Während sie versuchen, die Rolle eines verheirateten Paares zu spielen, verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und lernen Seiten des anderen kennen, die sie zunächst verborgen hielten. Zwischen familiären Verpflichtungen, alten Wunden und neuen Hoffnungen wird aus einer Zweckgemeinschaft langsam etwas, das weit über den ursprünglichen Plan hinausgeht.

Persönliche Meinung

Tatsächlich kann ich sagen, dass das Cover dieses Buches zu den hässlichsten gehört, das ich bisher gesehen habe *lach* – gut, dass ich dennoch dem Buch eine Chance gab.

Manchmal braucht es gar keine überraschenden Wendungen oder besonders komplizierte Handlungsstränge, um ein schönes Buch zu sein. Dieses hier lebt vor allem von seinen Figuren – und genau das hat für mich wunderbar funktioniert.

Die Ausgangssituation ist natürlich von Anfang an typisch Romance: Eine Ehe auf Zeit, die beiden Seiten Vorteile bringt und bei der selbstverständlich niemand Gefühle entwickeln möchte. Dass dieser Plan nicht ganz aufgeht, dürfte wohl niemanden überraschen. Trotzdem hat mich das überhaupt nicht gestört, weil Hope Moore die Geschichte mit so viel Herz erzählt, dass ich einfach gerne Zeit mit den Figuren verbracht habe.

Besonders Wade habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er gehört für mich eindeutig zu den absoluten Green-Flag-Charakteren. Fürsorglich, loyal, aufmerksam und einfach ein Mensch, auf den man sich verlassen kann. Gerade weil er nie künstlich übertrieben perfekt wirkt, sondern einfach ein guter Mensch ist, hat er mich komplett überzeugt. Mittlerweile sind solche Charaktere tatsächlich meine absoluten Favoriten in Liebesromanen.

Auch die Dynamik zwischen Wade und Allie hat mir sehr gefallen. Die beiden ergänzen sich unglaublich gut und ihre gemeinsamen Szenen wirken natürlich und angenehm. Stellenweise hatte ich fast das Gefühl, als hätte Wades Großvater diese Begegnung bewusst eingefädelt, weil die beiden einfach so hervorragend zusammenpassen.

Die Geschichte selbst liest sich angenehm leicht und eignet sich perfekt zum Abschalten. Es gibt keine unnötigen Dramen, keine künstlich aufgebauschten Missverständnisse und keine Figuren, bei denen man ständig die Augen verdrehen möchte. Stattdessen bekommt man eine warme, liebevolle Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings: Das Buch verzichtet komplett auf Spice. Normalerweise stört mich das nicht grundsätzlich, aber hier fand ich es tatsächlich etwas schade. Die Chemie zwischen den Figuren war da und ich hätte das Gefühl gehabt, dass entsprechende Szenen wunderbar zur Geschichte gepasst und diese bereichert hätten.

Das Ende war zwar vorhersehbar, aber genau das habe ich bei dieser Art von Geschichte auch erwartet. Manchmal möchte man einfach ein Buch lesen, das einem ein gutes Gefühl gibt – und genau das macht dieses hier.

Fazit

Eine herzerwärmende Wohlfühl-Romance mit zwei sympathischen Hauptfiguren und einem wundervollen Green-Flag-Helden. Keine Geschichte, die das Rad neu erfindet, aber eine, die einfach Spaß macht und sich perfekt für ein paar entspannte Lesestunden eignet.

Meine Wertung